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Was ist der Münzkatalog-Online?
Im Muenzkatalog-Online können sich Interessierte über Münzen informieren. Es werden sofern verfügbar Informationen zur Beschreibung und Bewertung von Münzen angeboten. Die Informationen stammen von Sammlern, die diese Informationen für den Münzkatalog zur Verfügung gestellt haben.

Wie sind die Münzen angeordnet?
Die Münzen im Katalog sind Kategorien zugeordnet. Die Kategorien bilden in sich einen gerichteten Graphen, um Abhängigkeiten darzustellen. Dies bedeutet, dass eine Kategorie Unterkategorien besitzen darf und selbst Unterkategorie einer oder mehrere Oberkategorien sein darf. Eine Kategorie kann von verschiedenem Typ sein. Zum Beispiel gibt es Länder, Herrscher oder Sammlungskomplexe. Manchmal lässt sich auch ein Zeitraum bestimmen, welcher einer Kategorie zugeordnet wird. Die Regierungsjahre eines Herrschers sind hier als Beispiel zu nennen. Die Sortierung der Unterkategorien in einer Kategorie ergibt sich nun aus dem zugeordneten Zeitraum und der alphabetischen Reihenfolge.

Eine Münze ist Mitglied einer oder mehrerer Kategorien. Die Ordnung innerhalb einer Kategorie wird vom Besitzer des Eintrags definiert und unterliegt keinen formellen Kriterien.

Ist der Katalog vollständig?
Der Katalog ist nicht vollständig. Der Katalog wird mit der Zeit immer mehr Inhalte bekommen. Vollständig wird er wohl niemals werden, da permanent neue Münzen hinzukommen und sich deren Werte permanent verändern.

Warum fehlen Jahrgänge bestimmter Münzen oder komplette Münztypen?
Dies liegt daran, weil der Katalog noch nicht vollständig ist.  Helfen Sie mit.

Wie entstehen die Preise im Katalog?
Im Münzkatalog-Online wird zwischen Marktpreisen (grüne Zahlen/Linien) und Katalogpreisen (rote Zahlen/Linien) unterschieden. Katalogpreise stammen aus Münzkatalogen und Marktpreise resultieren aus tatsächlich erfolgten Transaktionen/Verkäufen.
Die derzeit gespeicherten Marktpreise stammen hauptsächlich aus abgelaufenen Auktionen (inklusive Zuschlagsgebühren und Versandkosten). Die Preise werden entsprechend der Währungswechselkurse und Materialpreise korrigiert. Existieren mehrere Preise zu einer Münze, einem Münzdetail und einem Erhaltungsgrad, wird der Durchschnitt gebildet.
Die Markpreise werden aus Sicht des Käufers dargestellt. Käufer zahlen immer mehr Geld als der Verkäufer im Endeffekt erhält (bedingt durch Auktionsgebühren, Versandkosten, Mehrwertsteuer, ...). Möchte daher ein Verkäufer den zu erwartenden Preis erfahren, zieht er vom Marktpreis den für seinen Verkaufsweg und für seinen Versand aufzubringenden Nebenkosten ab.
  • Wenn statt eines Preises nur ein Fragezeichen zu sehen ist oder in den Graphen keine Linien zu sehen sind, wurde noch kein Preis eingetragen. Helfen Sie mit ( Marktpreise liefern).
  • Wenn in der Münzdetailansicht nur eine Kurve für den Nominalwert angezeigt wird, dann bedeutet dies nicht, dass die Münze nur Nominalwert hat, sondern, dass der Markpreis noch nicht eingetragen wurde. Dies gilt analog zum Materialpreis.
  • Wenn kein Nominalwert und/oder kein Materialwert angegeben ist, bedeutet dies nicht, dass die Münze keinen Nominalwert bzw. Materialwert hat. Erst wenn explizit 0,00 EUR angegeben ist, dann beträgt der Wert 0,00 Euro.
  • Bei sehr günstigen Münzen (<1 Euro) ist eine genaue Wertermittlung schwer, da die gängigen Auktionen niedrigpreisige Münzen nicht oder nur in einem Lot anbieten. Häufig gilt auch ein Mindestgebot von 1 Euro, wodurch Objekte mit geringerem Wert schwer verkäuflich sind.

Wie funktionieren die Preisprognosen?
Jede Münze hat unabhängig vom eigentlichen Sammlerwert einen Wert, der sich aus ihrer Funktion als Zahlungsmittel ergibt. Dies kann der Nominalwert oder der Materialwert sein. Wurde eine Münze entwertet, besitzt sie zumindest noch Materialwert. Ist eine Münze noch kursfähig und wurde aus einem sehr geringwertigen Material hergestellt, so wird meist der Nominalwert höher sein. Der höhere der beiden Werte wird im Münzkatalog-Online mit dem Begriff Basiswert benannt. Der Basiswert ist der niedrigste für den Sammler anzusetzende Wert, den eine Münze hat. Zu diesem Basiswert wird ein Sammleraufschlag addiert, der sich aus Angebot und Nachfrage ergibt. Der Sammleraufschlag ist grundsätzlich eine positive Zahl und ist häufig erhaltungsabhängig. Basiswert und Sammleraufschlag ergeben dann den Wert der Münze.
  • Der Basiswert kann durchaus 0,00 Euro betragen, wenn eine Münze ausser Kurs gesetzt wurde und das Material nahezu nichts wert ist.
  • Auch der Sammleraufschlag kann nahe 0,00 Euro sein, wenn deutlich mehr Münzen auf dem Markt sind, als Abnehmer vorhanden sind.
  • Es gibt Münzen, die keinen Basiswert besitzen, da sie entwertet wurden und aus einem sehr günstigen Material bestehen. Der Wert ergibt sich rein aus dem Sammleraufschlag.
  • Anlagemünzen zeichnen sich dadurch aus, dass der Materialwert den Basiswert bestimmt und der Sammleraufschlag sich aufgrund der Menge der geprägten Stücke nahe 0,00 Euro bewegt. Der Wert einer solchen Münze entspricht dem Materialwert.
  • Bei vielen modernen Umlaufmünzen pegelt sich der Wert beim Nominalwert ein. Der Basiswert ergibt sich aus dem Nominalwert, weil die Stücke zum Nominal bei Banken erhältlich sind und der Materialwert geringwertig ist. Zudem werden sehr viele Exemplare geprägt, so dass der Sammlermarkt leicht gesättigt werden kann.
  • Bei Exemplaren, bei denen der Sammleraufschlag gegen 0,00 Euro geht, ist auch die Preisschwankung zwischen den verschiedenen Erhaltungsstufen sehr gering. Dies resultiert bei Münzen die zum Basiswert gehandelt werden in einem erhaltungsunabhängigen Wert.
  • Ein negativer Sammleraufschlag ist ein Zeichen dafür, dass ein Verkäufer ein schlechtes Geschäft gemacht hat.
Mit diesem Modell lassen sich nun die gespeicherten Markt- und Katalogpreise in einen Basiswert und einen Sammleraufschlag spalten. Der Basiswert kann nun gemäß der Entwicklung des Materialwertes oder der Wechselkurse für den Nominalwert aktualisiert werden und mit dem Sammleraufschlag ein aktueller Wert berechnet werden. Auf diesem Weg entsteht eine Preisprognose. Aktuell werden die Prognosen einmal pro Woche berechnet. Das Datum der Berechung wird in den Tabellen und Listen angegeben.

Welchen Wert hat meine Münze?
Für eine Wertbestimmung benötigt man Wissen über den Münztyp, das Münzdetail (Jahrgang, Prägestätte, ...) und die Erhaltung. Haben Sie diese Informationen gesammelt, suchen Sie bitte Ihre Münze im Katalog. Benutzen Sie dabei bitte das Suchformular. Hier können Sie beispielsweise Teile der aufgeprägten Schrift eingeben und erhalten passende Treffer. In der Münzansicht suchen Sie nun im Abschnitt Details den entsprechenden Jahrgang Ihrer Münze heraus. Sollte Ihr Jahrgang nicht angezeigt werden, dann hat ihn bisher noch niemand eingegeben. Falls der Jahrgang verzeichnet ist, klicken Sie rechts auf den roten Pfeil, um eine Detailansicht des Jahrganges zu erhalten. Falls Daten zur Verfügung stehen, kann hier der Materialpreis, der Katalogpreis, der Marktpreis und der Nominalwert pro Erhaltungsstufe abgelesen werden.

Welche Erhaltungsstufen gibt es?
Für die Werteinschätzung einer Münze ist die Erhaltung entscheident. Folgende Erhaltungsstufen werden in Münzkatalog-Online unterschieden:
  • GE - gering: Die Münze ist nicht mehr eindeutig identifizierbar. Buchstaben und das Motiv sind größtenteils bis vollständig verschwunden. Die Ronde wurde verletzt (z.B. durch Bohrung oder Materialprüfung).
  • G - gut: Die Münze ist eindeutig identifizierbar. Die Hälfte des Motivs und der Buchstaben sind durch Umrisse identifizierbar. Details sind nicht mehr sichtbar.
  • SG - sehr gut: Die Münze ist eindeutig identifizierbar. Der Großteil des Motivs und der Buchstaben sind durch Umrisse identifizierbar. Drei Viertel der Details sind nicht mehr sichtbar.
  • S - schön: Die Münze ist eindeutig identifizierbar. Das Motiv und die Buchstaben sind sichtbar. Die Hälfte der Details sind nicht mehr sichtbar.
  • S-SS - schön bis sehr schön: Das gesamte Motiv und Buchstaben sind sichtbar. Es sind sehr deutliche Gebrauchsspuren sichtbar (Kratzer, Randschäden). Ein Viertel der Details sind nicht mehr sichtbar.
  • SS - sehr schön: Die Münzen hat durch den Umlauf Kratzer erhalten. Der Rand darf leichte Schäden aufweisen. Der Prägeglanz ist verschwunden. Die Details sind leicht angegriffen.
  • SS-VZ - sehr schön bis vorzüglich: Die Münzen hat durch den Umlauf Kratzer erhalten. Der Prägeglanz ist in geschützten Vertiefungen noch vorhanden. Die Details sind vollständig vorhanden.
  • VZ - vorzüglich: Die Münze hat durch kurzen Umlauf leichte Kratzer erhalten. Der Prägeglanz ist in großen Teilen vorhanden. Die Details sind vollständig vorhanden. Fingerabdrücke sind sichtbar.
  • VZ-ST - vorzüglich bis stempelglanz: Die Münze hat herstellungsbedingt minimale Kratzer erhalten. Der Prägeglanz ist vollständig vorhanden. Details sind alle vorhanden. Ein Fingerabdruck darf vorhanden sein.
  • ST - stempelglanz: Die Münze darf keine Kratzer oder sonstige mit bloßem Auge sichtbare Oberflächenverletzungen besitzen. Der Prägeglanz ist vollständig vorhanden. Die Details sind vollständig sichtbar. Es sind keine Fingerabdrücke sichtbar. Die Münze ist absolut makellos.
Die häufig im Zusammenhang mit Sammlermünzen erwähnten Begriffe "Polierte Platte" und "Spiegelglanz" sind keine Erhaltungsstufen, sondern Bezeichnungen für Herstellungsverfahren, bei denen die Stempel und/oder Ronden vor dem Prägen poliert werden. Einer Münze, die beispielsweise in "Polierte Platte" ausgegeben wurde, kann demnach ebenfalls eine der oben genannten Erhaltungsstufen zugeordnet werden. Nach Ausgabe wird eine solche Münze häufig in Erhaltung ST vorkommen. Doch schon durch Polieren zugefügte Haarlinien, kann die Erhaltung auf SS reduzieren.

In welcher Literatur finde ich weitere Informationen zu Münzen?
In Deutschland ist der führende Hersteller von Sammlerliteratur der Battenberg-Gietl-Verlag (www.gietl-verlag.de). Der Verlag gibt z.B. regelmäßig Zeitschriften, wie die Münzenrevue heraus, in der die aktuellen Münzen Deutschlands/Österreichs und der Schweiz sowie Euromünzen bewertet werden. Diese Zeitschriften sind in den größeren Zeitschriftenläden erhältlich und gut für den Einsteiger oder Nicht-Sammler (z.B. zur Bewertung des Erbes) geeignet. Für den fortgeschrittenen Sammler, bietet der Battenberg-Gietl-Verlag zum einen diverse Kataloge mit umfassenden Charakter, als auch Kataloge zu Spezialgebieten an. Als Beispiele seien genannt:
  • Die deutschen Münzen seit 1871 (mehr...)
  • Kleiner deutscher Münzkatalog (mehr...)
  • Großer deutscher Münzkatalog (mehr...)
  • Weltmünzkatalog 19. Jahrhundert (mehr...)
  • Weltmünzkatalog 20. Jahrhundert (& 21. Jahrhundert) (mehr...)
  • Münzkatalog Russland/Sowjetunion und Nachfolgestaaten in Europa (mehr...)
  • Deutscher Münzkatalog 18. Jahrhundert (mehr...)
  • Die Münzen des Byzantinischen Reiches 491-1453 (mehr...)
  • Die Münzen der römischen Kaiserzeit (mehr...)
  • Die Münzen der Römischen Republik (mehr...)
  • Euro Münzkatalog (mehr...)

Warum stehen so wenig Katalogpreise zur Verfügung?
Katalogpreise sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht ohne Genehmigung des Verlags/Autors veröffentlicht werden.

Warum weicht der Marktwert sehr häufig stark vom Katalogwert ab?
Katalogwerte orientieren sich häufig an den Verkaufspreisen des Münzhandels. Ein Händler verkauft seine Ware meist zu 70%-80% und kauft die Ware von Privatpersonen zu 40% des Katalogwerts. Darf der Kunde den Preis bestimmen, wie es bei Auktionen üblich ist, dann wird häufig 50%-60% des Katalogwertes erreicht.

Wie oft wird der Katalog aktualisiert?
Wenn neue Daten zur Verfügung stehen, werden diese in einer Datenbank gespeichert. Einmal pro Woche wird Sonntags Abends aus den Datenbankinhalten ein neuer Münzkatalog erzeugt. Gleichzeitig werden alle Marktpreise entsprechend der aktuellen Entwicklung der Materialpreise und Wechselkurse aktualisiert.

Wie kann ich Informationen beisteuern?
Der Katalog wird ständig erweitert. Informationen, insbesondere, wenn sie gemeinfrei sind, sind sehr willkommen.

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