Informationen zur Kategorie

Name:Teilstaaten
Rolle:Epoche in der Geschichte Italiens
Zeitraum:476 - 1861
Beschreibung:Nach der Völkerwanderung bildeten sich auf dem Gebiet des heutigen Italiens viele selbstständige Kleinstaaten, die im Mittelalter teilweise den Status einer Großmacht erreichten. Vom 16. bis zum 19. Jahrhundert litt Italien unter spanischer und französischer Besatzung. Nach drei Unabhängigkeitskriegen wurden im Jahr 1861 die Teilstaaten zum Königreich Italien vereinigt.

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KategorieZeitraumBeschreibung
Lombardei-Venetien-Nach der Verbannung Napoleons auf die Insel Elba, wurde die Lombardei und Venetien im Jahr 1814 zum Königreich Lombardei-Venetien zusammengefasst und unter Habsburger Herrschaft gestellt. Im Jahr 1859 führte ein Krieg zwischen Österreich und dem Königreich Sizilien-Piemont zur Lösung des Königreichs Lombardei-Venetien von Österreich und zur Eingliederung in das 1861 gegründete Königreich Italien.
Modena-Nach dem Zerfall des Römischen Reichs und der nachfolgenden Zerstörung Modenas durch Hunnen und Langobarten, wurde die Stadt ab dem 9. Jahrhundert nach Christus neu aufgebaut und erhielt den Status einer freien Kommune. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde Modena ein Herzogtum, welches in den nachfolgenden Jahrzehnten sein Territorium kontinuierlich vergrößerte. In Folge der Französischen Revolution wurde das Gebiet durch die Franzosen besetzt und 1796 in die Cispadanische Republik umgewandelt. Schon ein Jahr später schloss sich Modena der Cisalpinischen Republik an. Im Jahr 1860 wurde Modena Teil des Königreichs Sardinien und 1861 Teil des Königreichs Italien.
Neapel-Das Königreich Neapel war ein italienischer Teilstaat, der im Jahr 1282 durch Teilung des Königreichs Sizilien entstand. In den nachfolgenden Jahrhunderten herrschten verschiedene spanische und französische Herrscherhäuser über Neapel; teils zusammen mit Sizilien, aber auch oft getrennt. Im Jahr 1720 fielen Neapel und Sizilien an Österreich, die beide Köngireiche 1735 an die spanischen Bourbonen übergaben. Ferdinand IV. regierte fortan über Neapel (und in Personalunion über Sizilien). Nach der Eroberung durch Napoleon wurde zunächst sein Bruder Joseph und später seiner Schwager Murat neuer König. Ferdinand zog sich nach Sizilien zurück, von wo aus er im Jahr 1815 die Zusammenführung von Neapel und Sizilien zum Königreich zweier Sizilien einleitete. Neapel verlor daraufhin seine Eigenständigkeit.
Sizilien-Nachdem im frühen Mittelalter arabische Sarazenen Sizilien beherrschten, eroberten die Normanen im 12. Jahrhundert Sizilien und gründeten 1131 das Königreich Sizilien. Schon kurze Zeit später, im Jahr 1194 fiel Sizilien an die Staufer, deren Niedergang im Jahr 1282 zur Abspaltung Neapels führte. Der verbliebene Rest Siziliens fiel an Spanien (Peter von Aragon). In den nachfolgenden Jahrhunderten herrschten spanische, französische und österreichische Herrscherhäuser über Sizilien. Die Niederlage Napoleons auf den Schlachtfeldern Europas, führte im Rahmen des Wiener Kongresses zur Vereinigung Siziliens und Neapels zum Königreich beider Sizilien, welches im Jahr 1860 Bestandteil des Königreichs Italien wurde.
Venedig-Ab dem 7. Jahrhundert nach Christus separierte sich Venedig vom Heiligen Römischen Reich und vom Byzantinischen Reich und entwickelte sich im Mittelalter zu einer Großmacht. Die Herrscher Venedigs trugen den Titel "Doge". Im Jahr 1797 besetzte Frankreich die Republik Venedig und übergab das Gebiet an Österreich. Im Jahr 1866 fiel Venedig an das kurz zuvor neu geschaffene Königreich Italien.
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