| Kategorie | Zeitraum | Beschreibung |
| Griechenland | -800 - -146 | Unter dem antiken Griechenland versteht man am ehesten eine Ansammlung von Stämmen auf dem Gebiet des heutigen Griechenlands zwischen 800 vor Christus und 146 vor Christus. Zunächst bildeten sich Stadtstaaten (Poleis), die größtenteils feindlich aufeinander eingestellt waren und sich seltener zusammenschlossen, um größere externe Feinde zu bekämpfen oder gemeinsam die Olympischen Spiele zu bestreiten. Herausragende Leistung der Poleis sind die gemeinsamen Kämpfe gegen das Perserreich. Diese führten unter Alexander dem Großen zum vollständigen Sieg über die Perser und einer Ausdehnung Griechenlands bis nach Indien. Nach Alexanders Tod im Jahr 323 vor Christus wurden die griechischen Stadtstaaten durch hellenistische Großreiche und Bünde verdrängt, die sich wiederum, wie zuvor die Stadtstaaten gegenseitig bekämpften. Die inneren griechischen Probleme nutzte die Römische Republik, um bis 146 vor Christus alle griechischen Gebiete in römische Provinzen umzuwandeln. Damit endete die griechische Unabhängigkeit. |
| Persien | -550 - 651 | Das Perserreich ist das Großreich der Perser in der Antike. Es existierte von 550 bis 330 vor Christus und von 224 bis 651 nach Christus. Die beiden Epochen wurden durch die griechische Besatzung unter Alexander dem Großen unterbrochen. Alexander der Große eroberte das Perserreich im Jahr 334 vor Christus. Nach den Griechen herrschten die Seleukiden und danach die Parther über Persien. Im Jahr 224 nach Christus übernahmen die Sassaniden die Macht und stellten das persische Großreich wieder her. Ab 630 wurde das Perserreich von Arabien aus im Rahmen der Islamischen Expansion erobert. Mit dem Tod des letzten Sassanidenkönigs im Jahr 651 ging das persische Großreich unter. |
| Römische Republik | -510 - -27 | Die Römische Republik ist eine Epoche in der Geschichte des römischen Staates. Die Republik ist der Nachfolger des vormaligen Römischen Königreiches. Im Jahr 510 vor Christus wurde der letzte römische König aus dem Herrschergeschlecht der Etrusker vertrieben. In Folge riss der römische Senat die Macht an sich. Dies wird als Geburtsstunde der Römischen Republik definiert. Die Römische Republik verfolgte eine strenge Expansionspolitik. Die Nachbargebiete wurden nahezu vollständig erobert und Römische Provinzen gegründet. Neben den vielen Eroberungen wurden die inneren Probleme weitestgehend nicht berücksichtigt, was zum Bürgerkrieg und zur Schwächung der Republik führte. Im letzten Jahrhundert vor Christi Geburt hatte sich die Macht auf erfolgreiche Feldherren verschoben. Einer der mächtigsten Feldherren war Gaius Julius Caesar, welcher zuletzt ganz Gallien unterwarf. Nach dem Mord an Caesar und dem Sieg seines Neffen Octavian über Antonius (ein Vertrauter Caesars), führte Octavian im Jahr 27 vor Christus das Prinzipat ein, konzentrierte damit die gesamte Macht auf seine Person und beerdigte durch diesen Akt die Republik. Er erhielt den Beinamen Augustus und wurde damit der erste Kaiser des Römischen Kaiserreichs. |
| Römisches Kaiserreich | -27 - 395 | Gaius Iulius Caesar leitete im letzten Jahrhundert vor Christi Geburt das Ende der Römischen Republik ein. Nach militärischen Erfolgen in Gallien war Caesar der erfolgreichste Feldherr in dieser Zeit. Diese Macht nutzte er, um sich in der schwachen Republik selbst zum Diktator zu ernennen. Nach der Ermordung des Caesar und weiterer Machtstreitigkeiten im Inneren, übertrug sein Neffe Octavian durch Einführung des Prinzipats alle Amtsvollmachten auf sich selbst und beerdigte dadurch die Republik. Er erhielt den neuen Namen Augustus und begründet die Ära des Römischen Kaiserreichs. Die beiden Namen Caesar und Augustus wurden von nachfolgenden Herrschern als Amtstitel benutzt. Das Römische Gesamtreich existierte bis zum Tod von Kaiser Theodesius im Jahr 395 nach Christus. Danach teilten seine beiden Söhne das Reich in das Weströmische und das Oströmische Reich. |
| Oströmisches Reich | 395 - 629 | Mit dem Tod des römischen Kaisers Theodesius im Jahr 395 und der nachfolgenden Aufteilung des Römischen Reichs unter seinen Söhnen Arcadius und Honorius, entstand das West- und das Oströmische Reich. Das Oströmische Reich ging fließend in das Byzantinische Reich über. Als definitives Ende des Oströmischen Reichs wird die Ablehnung des Titels Imperator durch Kaiser Herakleios um 629 nach Christus und die Annahme des Titels Basileus definiert. |
| Römische Provinzen | ... - 476 | Während der Römischen Republik und Kaiserzeit wurde das Römische Reich in diverse Provinzen eingeteilt. Einige Provinzen prägten auch eigene Münzen. Dabei wurden häufig auch lokale Themen dargestellt. |