| NominalAls Nominal bezeichnet man die aufgeprägte Wertangabe einer Münze. Sie besteht in der Regel aus einer Zahl und der Währung als Einheit. Wenn kein Nominal aufgeprägt ist, handelt es sich meist um eine Medaille. Ausnahmen bilden Münzen bei denen das Gewicht die Wertangabe bestimmt (z.B. Taler).: | 10 Mark |
| PrägezeitraumDer Prägezeitraum gibt an in welchem Zeitintervall (von wann bis wann) eine Münze geprägt wurde.: | 1983 |
| MünztypDer Typ einer Münze kennzeichnet deren Prägegrund. Üblicherweise werden Münzen für die Bevölkerung als Zahlungsmittel (sog. Umlaufmünzen) oder zu besonderen Anlässen (Gedenkmünzen) geprägt.: | Gedenkmünze |
| AnlassDer Anlass beschreibt den Grund der Herausgabe einer Münze. Dies ist besonders bei Gedenkmünzen relevant, die auf Basis eines Ereignisses (Anlass) herausgegeben werden.: | 100. Todestag von Richard Wagner |
| AversDer Avers ist die Hauptseite einer Münze. Je nach Prägegrund kann sich das Nominal auf dem Avers befinden. Bei Umlaufmünzen befindet sich das Nominal auf dem Avers. Bei Gedenkmünzen befindet sich das Thema wessen gedacht wird auf dem Avers.: | Der Avers zeigt den mittelalterlichen Minnesänger Tannhäuser vor sechs Personen und unter dem Schriftzug "TANN HÄUSER". Darunter befinden sich die Jahreszahlen "1813-1883" und bogig der Name "RICHARD WAGNER". |
| ReversDer Revers ist die weniger wichtige Seite einer Münze. Meist befindet sich das Staatswappen auf dem Revers.: | Auf dem Revers befindet sich von oben nach unten das Staatswappen der DDR, der Landesname "DEUTSCHE DEMOKRATISCHE REPUBLIK" und das Nominal "10 MARK". Das Nominal teilt die Jahreszahl. |
| RandAuch der Rand einer Münze kann ein Motiv enthalten. Üblich sind Muster oder Inschriften.: | Der Rand ist glatt und trägt die Inschift "10 MARK * 10 MARK * 10 MARK *". |
| FormMeistens sind Münzen rund. Es gibt aber auch Münzen, die viereckig oder einen Wellenschnitt besitzen.: | Rund |
| MaterialJede Münze besteht aus einem Material. Meistens werden Metalle verwendet, aber in Notzeiten wurde auch mit alternativen Materialien experimentiert.: | Silber |
| DurchmesserDer Durchmesser einer Münze ist neben der Stärke eine der Eigenschaften, die die räumlichen Abmessungen der Münze beschreiben.: | Soll: 31,00 mm Ist: -/-/- (min/avg/max) |
| GewichtDas Gewicht einer Münze war früher häufig ein Merkmal für den Wert einer Münze und deren Kaufkraft. Heute dient es bei Umlaufmünzen eher zur Unterscheidung von anderen Münzen.: | Soll: 17,00 g Ist: -/-/- (min/avg/max) |
| StempeldrehungDie Stempeldrehung beschreibt die Verdrehung des Revers zum Avers und wird in Grad angegeben.: | Soll: 0,00 ° Ist: -/-/- (min/avg/max) |
| EinzugsterminDer Einzugstermin gibt an, wann der Herausgeber einer Münze die Münze wieder aus dem Verkehr nimmt. Die Kaufkraft muss zum Einzugstermin nicht zwangsläufig verloren gehen.: | 01.07.1990 |
| EntwertungsterminDer Entwertungstermin gibt an, wann der Herausgeber einer Münze der Münze die Kaufkraft entzieht.: | 01.07.1990 |
| NominalwertDer Nominalwert wird definiert als die Zahl des Nominals umgerechnet in die Basiswährung. Der Nominalwert eines 10 Pfennig-Stücks ist demnach 0,1.: | 0,00 EUR (entwertet) |
| Hintergrundinformationen: | Bei dem Motiv der Münze handelt es sich um die szenische Darstellung des Sängerkriegs auf der Wartburg aus Wagners Oper "Tannhäuser". Es basiert auf der Kombination zweier Illustrationen aus dem Codex Manesse (Große Heidelberger Liederhandschrift, ca. 1300-1340). Die erste Illustration zeigt Tannhäusers Konkurrenten: Klingsor von Ungarland, Heinrich von Ofterdingen, der Tugendhafte Schreiber, Reinmar der Alte, Wolfram von Eschenbach und Walther von der Vogelweide. Der siebte Sänger ist nicht namentlich genannt. Es müsste sich nach der Dichtung aber um Biterolf handeln.
Die Darstellung Tannhäusers auf der Münze (in der Mitte der Gruppe) basiert auf einer weiteren Illustration aus dem Codex Manesse, die ihn im traditionellen Gewand des Deutschen Ordens (Teutonenorden) zeigt, dessen Symbol das schwarze Tatzenkreuz auf weißem Grund ist. Dies ist eine legendenhafte Zuschreibung, die Tannhäuser als Ritter des Ordens porträtiert, obwohl historische Details unklar sind. Tannhäuser nimmt auf dem Münzrelief den Platz von Reinmar dem Alten ein oder verdeckt diesen.
Der Codex Manesse (auch Manessische Liederhandschrift oder Manessische Handschrift, nach dem jeweiligen Aufbewahrungsort auch als Große Heidelberger Liederhandschrift, vor 1888 als Pariser Handschrift, bezeichnet) ist die umfangreichste und berühmteste deutschsprachige Liederhandschrift des Mittelalters. So benannt wurde sie von dem Gelehrten Johann Jakob Bodmer nach einer umfangreichen Liedersammlung der Schweizer Patrizierfamilie Manesse. Sie wird seit 1888 in der Universitätsbibliothek Heidelberg aufbewahrt. |