Informationen zur Kategorie

Name:Altertum
Zeitraum:-4500 - 700
Beschreibung:Das Altertum beginnt aus geschichtlicher Sicht mit der Entwicklung der ersten großen Zivilisationen im vorderasiatischen Raum und Mittelmeerraum. Das Ende reicht bis zum Zerfall des römischen und des sassanitischen Reichs und der Völkerwanderung. Aus numismatischer Sicht sind insbesondere die Münzen Griechenlands und des Römischen Reichs bei Sammlern sehr beliebt.

Unterkategorien

KategorieZeitraumBeschreibung
Griechen-800 - -146Unter dem antiken Griechenland versteht man am ehesten eine Ansammlung von Stämmen auf dem Gebiet des heutigen Griechenlands zwischen 800 vor Christus und 146 vor Christus. Zunächst bildeten sich Stadtstaaten (Poleis), die größtenteils feindlich aufeinander eingestellt waren und sich seltener zusammenschlossen, um größere externe Feinde zu bekämpfen oder gemeinsam die Olympischen Spiele zu bestreiten. Herausragende Leistung der Poleis sind die gemeinsamen Kämpfe gegen das Perserreich. Diese führten unter Alexander dem Großen zum vollständigen Sieg über die Perser und einer Ausdehnung Griechenlands bis nach Indien. Nach Alexanders Tod im Jahr 323 vor Christus wurden die griechischen Stadtstaaten durch hellenistische Großreiche und Bünde verdrängt, die sich wiederum, wie zuvor die Stadtstaaten gegenseitig bekämpften. Die inneren griechischen Probleme nutzte die Römische Republik, um bis 146 vor Christus alle griechischen Gebiete in römische Provinzen umzuwandeln. Damit endete die griechische Unabhängigkeit.
Kelten-800 - -50Die Kelten waren eine Volksgruppe der Eisenzeit, die aus voneinander getrennt lebenden Stämmen mit ähnlicher Kultur bestand. Sie siedelten hauptsächlich in Zentraleuropa und bildeten sich etwa im 8. Jahrhundert vor Christus. Im letzten Jahrhundert vor Christus wurden die von Kelten besiedelte Gebiete von den Römern unter Julius Cäsar und Augustus, sowie von den aus Norden einfallenden Germanen besetzt. Die keltische Kultur vermischte sich daraufhin mit der Kultur der Besatzer.
Römer-750 - 476Das von den Römern gegründete Römische Reich ist ein Staatsgebiet im Altertum, welches sich zeitlich beginnend mit der Gründung der Stadt Rom im 8. Jahrhundert vor Christus über den Zeitraum bis zur Auflösung des Weströmischen Reichs im Jahr 476 nach Christus erstreckt.
Illyrer-500 - -168Die Volksgruppe der Illyrer bestand aus mehreren Stämmen, die in der Früh- und Spätantike im Westen des Balkans siedelten und das Illyrische Reich bildeten. Schriftlich belegt ist die Existenz der Illyrer ab dem 5. vorchristlichen Jahrhundert. In den nachfolgenden Jahrhunderten lieferte sich Illyrien mehrere Streitigkeiten mit den benachbarten Griechen, ohne von Griechenland annektiert zu werden. Ab dem dritten Jahrhundert vor Christus versuchte das Römische Reich seinen Einfluss auf dem Balkan zu vergrößern und lieferte sich mehrere Kriege mit Illyrien. Der letzte illyrische König wurde im Jahr 168 vor Christus von den Römern besiegt. Unter Julius Cäsar wurde Illyrien endgültig als Provinz in das Römische Reich integriert.
Seleukiden-320 - -63Das Seleukidenreich entstand nach dem Tod Alexander des Großen auf den griechischen Gebieten im Vorderen Orient. Es ging mit der Absetzung des seleukidischen Königs durch den römischen Feldherr Pompeius im Jahr 63 vor Christus unter. Das Gebiet wurde unter Rom und dem Partherreich aufgeteilt.
Indo-Skythen-90 - 45Das Indoskythische Königreich entstand etwa 100 vor Christus im heutigen Nordwestindien und Pakistan durch Zuwanderung der Skythen aus Zentralasien. Erster König war Maues, der von 90 bis 60 vor Christus regierte. Bereits im 1. Jahrhundert nach Christus zerfiel das Königreich durch Verdrängung durch einwandernde Parther (von Westen) und Kuschan (von Süden).
Kuschana30 - 300Das Volk der Kuschan ist ein Teilstamm des Volks der Yuezhi, die im um 140 vor Christus aus Gebieten des heutigen Zentralchinas westwärts nach Baktrien vertrieben worden. Im ersten Jahrhundert nach Christus setzen sich die Kuschan gegenüber den anderen Teilstämmen der Yuezhi durch und gründeten das Reich der Kuschan. Es erstreckte sich in seiner größten Ausdehnung vom heutigem Tadschikistan über Afghanistan und Pakistan bis nach Nordindien. Ab dem 3. Jahrhundert nach Christus eroberten die Sassaniden das Gebiet der Kuschan und besiegelten spätestens im 4. Jahrhundert deren Ende.
Yaudheya200 - 400Die Yaudheya war eine Volksgruppe der Antike. Sie siedelten auf dem Gebiet des heutigen Pakistans und Nordwestindiens. Die Existenz des Volks wird von 500 vor Christus bis 1200 nach Christus angenommen. Der Prägezeitraum der Münzen, die den Yaudheyas zugeordnet werden, liegt wahrscheinlich im 3. und 4. Jahrhundert nach Christus.
Sassaniden224 - 651Die Sassaniden gelangten im Jahr 224 durch Mord am letzten Partherkönig an die Macht. In Folge der Machtübernahme entstand das Neupersische Reich. Die Sassaniden kämpften in mehreren Kriegen gegen das Römische und später das Oströmische Reich. Im 7. Jahrhundert verloren die Sassaniden eine entscheidende Schlacht gegen Ostrom, woraufhin der sassanidische König ermordert und das Reich geschwächt wurde. Die nachfolgenden Herrscher konnten Persien nicht wieder stabilisieren. Durch die Schwächung konnte sich Persien nicht gegen die aus Süden eindringenden Araber wehren und ging in Folge der Islamischen Expansion unter.
Byzantiner491 - 1453Nach dem Tod des römischen Kaisers Theodosius I. wurde das Römische Reich im Jahr 395 in das Weströmische und das Oströmische Reich geteilt. Bis zum Untergang Westroms im Jahr 476 wurden beide Reiche autark regiert. Nach dem Untergang wurde Ostrom unter Kaiser Anastasius I. im Jahr 491 einziger Nachfolgestaat des gesamtrömischen Reichs, welcher heute unter dem Namen Byzantinisches Reich bekannt ist. Byzanz litt in den folgenden Jahrhundert unter starken Gebietsverlusten durch die Völkerwanderung und der ab dem 7. Jahrhundert nach Christus beginnenden Islamischen Expansion. Mit dem Einfall der Osmanen und der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen im Jahr 1453 ging das Byzantinische Reich unter.
Pisider... - -188Die Pisider waren ein Bergvolk, welches in der Region im Süden der heutigen Türkei lebte. In der Antike setzten sich die Pisider erfolgreich gegen die Perser und Makedonen zur Wehr und konnten ihre Unabhängigkeit verteidigen. Ab dem Jahr 188 vor Christus gehörte Pisidien zum Königreich Pergamon und ab 39 vor Christus zu Galatien. Im Jahr 25 vor Christus fiel Galatien an das Römische Reich und wurde eine römische Provinz.
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