Informationen zur Kategorie

Name:Iran
Rolle:Land in Asien
Beschreibung:Der heutige Staat Iran basiert auf dem ehemaligen Perserreich, welches bereits in der Antike existierte. Der Herrscher über Persien wechselten im Laufe der Jahrtausende. Bedeutend sind Elamiten, Meder, Achämeniden, Griechen, Parther und Sassaniden. Nach der ab dem siebten Jahrhundert nach Christus beginnenden Islamisierung, herrschten neben einheimischen Stämmen, die Mongolen und türkische Stämme über Persien. Im 18. Jahrhundert bestieg erstmals seit vielen Jahren der Fremdherrschaft wieder ein persischer Herrscher den Thron. Ab dem 19. Jahrhundert, versuchte Russland seinen Einfluss in Persien zu verstärken. Der Schah orientierte sich aber gegen den Willen des Volkes eher an Großbritannien. Im Jahr 1935 erfolgte die Umbenennung in Iran. Nach dem Zweiten Weltkrieg führten die hohen Einnahmen durch die Ölförderung zu einer raschen Modernisierung der Industrie und der Gesellschaft. Dieser Prozess führte zu Spannungen zwischen dem Schah und den religiösen Kräften im Land und in Folge zur Islamischen Revolution. Im Jahr 1979 wurde die Monarchie beendet und die Islamische Republik ausgerufen. Die Landeswährung ist der Iranische Rial mit seiner Untereinheit Dinar.

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KategorieZeitraumBeschreibung
Sassaniden224 - 651Die Sassaniden gelangten im Jahr 224 durch Mord am letzten Partherkönig an die Macht. In Folge der Machtübernahme entstand das Neupersische Reich. Die Sassaniden kämpften in mehreren Kriegen gegen das Römische und später das Oströmische Reich. Im 7. Jahrhundert verloren die Sassaniden eine entscheidende Schlacht gegen Ostrom, woraufhin der sassanidische König ermordert und das Reich geschwächt wurde. Die nachfolgenden Herrscher konnten Persien nicht wieder stabilisieren. Durch die Schwächung konnte sich Persien nicht gegen die aus Süden eindringenden Araber wehren und ging in Folge der Islamischen Expansion unter.
Dabuyiden640 - 761Die Dynastie der Dabuyiden lebte in der Region Tabaristan südlich des Kaspischen Meers. Heute liegt die Region im Iran. Die Dynastie soll sassanidische Wurzeln gehabt haben und beherrschte Tabaristan nach Zusammenbruch des Sassanidenreichs von etwa 640 nach Christus bis 761 nach Christus. Während dieser Zeit konnten sich die Dabuyiden erfolgreich gegen die expandierenden Araber verteidigen. Die nachfolgenden Abbasiden eroberten Tabaristan Mitte des 8. Jahrhunderts und gliederten es in ihr Reich ein.
Umayyaden660 - 750Die Umayyaden waren ein einflussreicher, arabischer Familienclan mit Wurzeln im Mekka des frühen 7. Jahrhunderts nach Christus. Mit der Ausdehnung des islamischen Einflusses in der Nahostregion, konvertierten die Umayyaden zum Islam. Mu'awiya (ein Mitglied der Umayyaden-Familie) zog gemeinsam mit Mohammed in den Krieg gegen das Byzantinische Reich und eroberte das Gebiet des heutigen Syriens. Um 660 gründeten die Umayyaden im heute syrischen Damaskus ein Kalifat und trieben die islamische Expansion voran. In seiner größten Ausdehnung gehörten zum Umayyadenreich Teile Nordafrikas (Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen und Ägypten), ein Großteil des heutigen Spaniens, die arabische Halbinsel (Saudi-Arabien, Jemen, Oman und die Kleinstaaten), Teile der Türkei sowie die Staaten der Levante und Teile Südasiens, wie beispielsweise Syrien, Iran, Irak, Afghanistan, Pakistan, Libanon, Jordanien, Armenien und Israel. Im 8. Jahrhundert wurden die Umayyaden vom Familienclan der Abbasiden verdrängt und um 750 ausgelöscht.
Abbasiden750 - 1517Im 8. Jahrhundert nach Christus führten Aufstände gegen die Dynastie der Umayyaden zum Machtwechsel im Nahen Osten. Die Abbasiden übernahmen im Jahr 750 die Macht und errichteten Bagdad als neue Hauptstadt des Abbasidenreichs. Die Verwaltung des Reichs wurde in die Hände lokaler Herrscher gelegt, was die Zentralmacht in den nachfolgenden Jahrhunderten so schwächte, dass der abbasidische Kalif zeitweise nur noch als geistlicher Führer akzeptiert wurde. Im 13. Jahrhundert eroberten die Mongolen Bagdad. Die Abbasiden flüchteten nach Ägypten und teilten sich dort die Herrschaft mit den Mamluken. Im Jahr 1517 eroberten die Osmanen Ägypten und beendeten damit endgültig die Herrschaft der Abbasiden.
Ilchane1256 - 1388Nach der Eroberung Persiens durch die Mongolen im 13. Jahrhundert, begründete sich in Persien die mongolische Dynastie der Ilchane. Die Ilchane unterwarfen die lokalen Stämme und dehnten ihr Reich nach Mesopotamien, Teile Zentralasiens und Anatoliens aus. Nach dem Tod von Abu Sa'id im Jahr 1335 zerfiel das Reich der Ilchane in verschiedene rivalisierende Teilreiche. Bis 1388 versuchten Anhänger der Dynastie erfolglos an die Macht zu kommen.
Königreich1750 - 1979Nach der Vertreibung der afghanischen Besatzer aus Persien in der Mitte des 18. Jahrhunderts, wurde erstmals seit mehreren Jahrhunderten wieder ein iranisch-stämmiger Herrscher Schah über Persien. Mit der konstitutionellen Revolution im Jahr 1906, wurde Persien eine konstitutionelle Monarchie und 1935 die Landesbezeichnung in Iran geändert. Das Königreich existierte bis ins Jahr 1979 und wurde durch die Islamische Republik abgelöst.
Islamische Republik1979 - ...Im Jahr 1979 wurde in Folge der islamischen Revolution die Monarchie beendet und die Islamische Republik ausgerufen.
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